Zweiter Tag, Donnerstag, 23.04.2026
Ruhige Nacht im Wohnmobil an der Autobahn
Trotz des Autobahnparkplatzes hatten wir eine ruhige Nacht. Die Schallschutzmauern entlang der Autobahn schluckten jeglichen Lärm, nichts drang zum Parkplatz herüber. Lediglich ankommende oder ganz früh abfahrende LKW könnten etwas den Schlaf stören, so er denn leicht ist.
Ich hörte nur einmal gegen drei Uhr ein anspringendes Kühlaggregat an einem LKW, das eine Weile monoton brummte, dann aber irgendwann wieder verstummte.
Am Morgen dann gutes Frühstück, endlich mal wieder im Wohnmobil, und gegen halb zehn nach den üblichen Hausarbeiten dann Abfahrt.
Es ging gut und zügig auf der Autobahn weiter gen Süden und irgendwann dann eine Mautstation. Streckenmaut war zu zahlen, 15,- Euro, und als ich fragte warum, wir hätten doch eine Vignette, bekam ich zur Antwort, das eine sei die Vignette und keine Maut und jetzt verlange man eben nochmal Maut. Wofür? Wahrscheinlich für den Tauerntunnel, den wir gestern passiert hatten und für die noch vor uns liegenden Tunnel. So zockt man also Autofahrer im Ausland ab, bei uns in Deutschland ist man dazu anscheinend viel zu blöd, man denke nur an die gescheiterte Autobahnmaut des Ministers B. Scheuer(t).
Nochmal Maut am Karawankentunnel
Es ging weiter, recht zügig trotz etlicher Baustellen und immer wieder Geschwindigkeitswechsel. Dann näherten wir uns dem Karawankentunnel und dort hieß es schon wieder ins Portemonnaie greifen, diesmal waren „nur“ neun Euro fällig.
Auf der anderen Seite des Tunnels waren wir schon in Slowenien und nun überlegten wir, wie weiterfahren. Nochmal 16,- Euro für eine Vignette wollten wir nicht zahlen und so entschlossen wir uns, über Landstraßen nach Predjama, unserem Zwischenziel, zu fahren.

Zunächst aber mussten wir nochmal nachtanken, Diesel kostet in Slowenien landesweit an jeder Tankstelle gleich, 1,73,9 €, momentan für uns günstig. Man sieht also, es sind nicht die raffgierigen Ölmultis, die die Preise in die Höhe schrauben, wie uns in Deutschland weiß gemacht werden soll, sondern die raffgierigen deutschen Politiker, die den Bürger verachten und ihn mit immer mehr Steuern und Abgaben belasten, anstatt kurzfristig mal eine Staatseinnahme zurück zu nehmen.
Kurz vor halb drei kamen wir am Parkplatz der Höhlenburg an. Hier hieß es erstmal 12,- Euro Parkgebühren zahlen, nicht gerade wenig nur für einen Parkplatz.
Etwas weiter schon sahen wir das Gebäude der Burg an der Felswand kleben. In Predjama soll sich die größte Höhlenburg der Welt befinden, nun, da bin ich immer skeptisch, da keine Vergleichsbauwerke benannt werden und wo sie sich befinden sollen.
Eine Höhlenburg ist eine Flucht- oder Wohnburg, die zu wesentlichen Teilen unter Verwendung natürlicher Felshöhlen errichtet wurde. Anders als eine bloße Wohnhöhle enthält sie wehrhafte Elemente einer Burg.
Der Eintritt zur Burg wieder ein Schock, 21,50 € pro Person, man wird sich an hohe Eintrittspreise gewöhnen müssen, wenn man etwas sehen und besichtigen möchte.
Der Gang durch die Burg war recht interessant, begleitet wurden wir von einen Audioguide auf dem Smartphone, wo wir in jedem Raum ein paar Informationen abrufen konnten.
Der Rundgang dauerte etwas mehr als eine Stunde, dann waren wir wieder draußen im Sonnenschein. Neben dem Parkplatz befand sich eine kleine Kirche, bei der der langjährige Bewohner der Burg, der Raubritter Erasmus von Luegg, beigesetzt worden ist. Er hat hier auch seiner verstorbenen Frau eine Linde gepflanzt, die über 500 Jahren dort prächtig stand, bis sie 2001 durch Brandstiftung stark beschädigt wurde und nur noch einen rudimentären Stamm besitzt, aber immer noch austreibt.
Einreise nach Kroatien und Fahrt ans Meer nach Rijaka
Wir beendeten unseren Besuch und steuerten als nächstes Zwischenziel die Stadt Rijeka in Kroatien an. Kurz nach halb fünf überquerten wir die Grenze vollkommen ohne Kontrolle, sowohl Slowenien wie auch Kroatien gehören zur EU und sind dem Schengenakommen beigetreten.
Kroatien zeigte sich jetzt ganz anders als Slowenien, die Dörfer nicht mehr so schmuck und sauber wie im Nachbarland, die Natur auch verändert. Wir passierten Rijeka, wo im dortigen Hafen große und teure Yachten lagen, und steuerten dann die Ortschaft Kraljevica an, wo wir auf einem schönen Küstenparkplatz unseren Tag beenden wollten. Die Zufahrt zum Platz erfolgte allerdings durch einen Campingplatz, dessen Schranken geöffnet waren und uns freie Durchfahrt gewährten. Allerdings hatten wir Zweifel, ob auch am nächsten Morgen die Ausfahrt noch hindernisfrei möglich sein wird.
Wir werden es sehen.
Touren – Informationen
Gefahrene Kilometer: 335,7 km
Google – Landkarte: Österreich über Slowenien nach Rijeka Kroatien
Stellplatz – Kordinaten
Breitengrad: 45.272.736
Längengrad: 14. 560753













