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Jasikovac-Denkmal

Entlang der Panoramastraße „Krone Montenegros“

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Montenegro- Achtundvierzigster Tag, Montag, 08.06.2026

Hinein nach Montenegro

Übernachtet hatten wir ja noch vor dem Grenzübergang nach Montenegro und die Straße durch die Berge war in der Nacht absolut ruhig. Ein Fahrzeug hörte ich gegen 03:00 Uhr, ansonsten war niemand unterwegs.

Auf ein Frühstück draußen verzichteten wir, zwar war der Himmel blau und die Sonne schien, doch hier oben in den Bergen war es auch am Morgen noch recht frisch.

Die Grenzabfertigung war wieder absolut problemlos, zumal wir auch hier in dem Moment die einzigen „Grenzgänger“ waren. Pässe gezeigt, Fahrzeugpapiere übergeben, Stempel in die Pässe gedrückt, alles zurückgereicht und gute Fahrt gewünscht. 

Für uns bei all diesen unkomplizierten Grenzüberquerungen vollkommen unverständlich, warum die Türkei so einen albernen Popanz veranstaltet, wie wir ihn letztes Jahr auf unserer Reise nach Georgien und Albanien erlebt hatten.

Wir fuhren hinunter nach Rozaje und dann weiter nach Berane, wo wir auf die Panoramaroute Nr. 1 „Krone Montenegros“ stießen. 

Das montenegrinischen Fremdenverkehrsamt hat vier Panoramarouten durch das Land ausgewiesen, auf denen man allen Schönheiten der Landschaft und deren Sehenswürdigkeiten begegnet. Während unseres ersten Aufenthalts in Montenegro waren wir schon die Route 3 gefahren. 

Die Nr. 1 ist die längste Strecke und führt fast durch das ganze Land, hier werden wir Abkürzungen und Routenstreichungen vornehmen müssen.

Zunächst besuchten wir in Berane das Jasikovac-Denkmal  aus dem Jahr 1972. Der Komplex besteht aus einem zentralen, 18 Meter hohen kegelförmigen Monument, das ein Gewehrgeschoss symbolisieren soll. Umgeben ist es von 40 Granitblöcken und erinnert an die 40 hier während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen erschossenen Widerstandskämpfer.

 

Über den Pass zum Stellplatz

Von Berane ging es südwärts zur Stadt Andrijevic und von dort dann die alte und schmale, sehr kurvenreiche Passstraße über die Berge. Beate musste ordentlich schaffen, ständige 180 Grad Kehren waren zu bewältigen, dazu hin und wieder Gegenverkehr auf der engen Straße. Auf einmal in einer Kehre standen vier Holztransporter. Ein Weiterfahren war nicht möglich. Von Baustellenabsicherung haben sie Montenegor noch nichts gehört. Ist auch nicht notwendig.

Irgendwann wurde die Straße dann besser und breiter, dazu kam eine atemberaubende Sicht auf die schroffen Felsgipfel in der Ferne. Leider hatten sich wieder graue Wolken gebildet, die die Bergwelt nicht fotogen erscheinen ließen.

Nachdem der Pass bezwungen war ging es gemächlich dahin, vorbei an zum Teil sehr schönen, neuen Häusern und hinein in die Stadt Kolasin. Der Bahnhof des Ortes liegt an der Strecke Bar – Podgorica – Kolasin – Belgrad, der früheren jugoslawischen Gebirgsbahn (Titos Gebirgsbahn). Der Abschnitt Podgorica – Kolasin gilt als der Schönste und wir entschieden uns, tags darauf mit der Eisenbahn nach Podgorica und wieder zurück zu fahren.

So fuhren wir zunächst zum Bahnhof, um uns einige Informationen zu besorgen, doch außer einem völlig heruntergekommenen Gebäude war dort lediglich ein Zettel mit dem Fahrplan der Züge an ein Fenster geklebt. Für uns reichte diese Information und da wir nicht weiterfahren wollten, suchten wir uns einen kleinen Campingstellplatz in Kolasin aus, trafen dort gegen 15:00 Uhr ein und ließen den Tag gemütlich enden.

Touren – Informationen

Gefahrene Kilometer: 121,1 km

Google – Landkarte: Route 1 in Montenegro

Stellplatz – Koordinaten
Breitengrad: 42:824 209
Längengrad: 19:540 234

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ruth

    Heruntergekommene Bahnhöfe 🚉 haben wir hier auch zu genüge.Ich denke da z.B. an Immendingen…, TUT selbst soll aber auch nicht viel netter sein (ausser natürlich der neu gemachte Busbahnhof vor dem Bahnhof). 😊

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