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Alte Brücke in Mostar

Noch einmal Kultur in Bosnien

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Bosnien - Herzegowina- Achtundfünfzigster Tag, Donnerstag, 18.06.2026

Tekke am kühlen Bach

Die Temperaturen kletterten jetzt täglich bergauf und für uns wurde es immer unerträglicher. So lag nun der Focus auf der weiteren Tages- und Reiseplanung. Wie zunächst beabsichtigt noch eine Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen und mit dem Bus nach Mostar zu fahren verwarfen wir.

Das erste Ziel des Tages war die Tekke Blagaj, eine muslimische Versammlungsstätte am Rande des Ortes, eingebettet in eine Felsnische mit schroffen, hoch aufragenden Wänden an einem Flüsschen mit kleinem Wasserfall.

Wir fuhren keine drei Kilometer, dann waren wir schon auf dem Parkplatz und hatten nun nur noch wenige Meter zu Fuß zurückzulegen. Noch hielt sich die Besucherzahl in Grenzen, das sog. Derwishhaus konnte mit allen seinen Räumen bequem ohne Menschenmassen besichtigt werden.

Die Lage des Hauses war toll, man wusste auch schon früher, wo es schön ist und wo man sich niederlassen kann.

Old Blagaj – Festung Blagaj

Ein wenig erkundeten wir noch die Umgebung der Tekke, in der es zahlreiche Restaurants gab, die auch jetzt schon am Vormittag gut besucht waren. Dann ging es zurück zum Wagen und über enge Straßen durch den Ort zu einem einsamen Parkplatz unterhalb der Burg von Blagaj. Von hier aus führte nur ein schmaler Zick-zack-Pfad hinauf zur Burgruine. Beate hatte keine Lust bei der Hitze den Berg hinauf zu steigen, daher ging ich allein los.

15 Minuten später war ich schon oben, hier war nichts los, keine Menschenseele. Die Festung selber nur eine Ruine, deren Außenwände noch erhalten waren, sonst gab es hier nichts. Die Aussicht war herrlich, hinüber nach Mostar und hinunter nach Blagaj. In der Ferne konnte man den Rauch eines gestern schon beobachteten Waldbrandes sehen, der sich immer mehr ausbreitete. Ich konnte ein Löschflugzeug beobachten, dass über die Brandstelle flog.

In der Altstadt von Mostar

Gegen halb drei dann fuhren wir die wenigen Kilometer nach Mostar und suchten uns hier einen Parkplatz etwas außerhalb der Altstadt. In der Stadt werben viele Privatleute mit einem Parkplatzschild für das Parken auf ihrem Gelände, meist zu hohen Preisen von fünf Euro pro Stunde, oft mit sehr enger Zufahrt, besonders für Wohnmobile, und wenig Platz zum Stehen.

Wir fanden einen kleinen Platz mit Parkuhr für umgerechnet 50 Cent die Stunde. Bosnien hat noch eine eigene Währung, die konvertible Mark, die genau im Verhältnis 2 : 1 umgerechnet wird.

Wir waren vor 26 Jahren mit unseren Kindern von Kroatien aus schon mal in Mostar, damals war die berühmte Brücke über die Neretva noch zerstört und viele Häuser durch den Krieg beschädigt, jetzt war alles wieder prachtvoll hergestellt.

Sehr viele Menschen strebten durch die mit Naturkieseln belegten und recht glatten Straßen zu Brücke, um einmal darüber zu gehen. Auf der anderen Flussseite das muslimische Viertel mit Moscheen, an eine konnte ich mich noch erinnern, die damals noch mit zerschossenem Minarett dastand.

Der alte Basar wie jetzt überall nur eine Ansammlung von Schmuck- und Souvenirgeschäften, dazwischen Cafés und Restaurants. In einem Restaurant nahmen wir Platz, um etwas zu trinken, ich ein kühles, dunkler Bier aus Mostar, Beate eine Cola. Essen wollten wir hier nicht, die Preise doch etwas zu touristisch hoch.

Nach Prosusje ins Restaurant und zum Schlafen

Wir planten nun unsere Weiterreise und ich schlug vor, zunächst noch eine Nacht auf bosnischem Gebiet zu verbringen, da es in Kroatien Probleme beim Freistehen geben könnte. So fuhren wir noch ca. 50 Kilometer nach Westen in die Kleinstadt Prosusje. Dort gab es sowohl auf einem großen Parkplatz neben der Kirche einen über Nacht ruhigen Schlafplatz als auch ein gutes Restaurant.

In der Gaststätte „Lovacki Dvor“ bekamen wir Riesenportionen Fleisch mit Pommes frites und Reis sowie vier Bier für umgerechnet 26,- Euro. Dafür hätte in Mostar eine Person satt werden können.

Voll und zufrieden kehrten wir zum Wohnmobil zurück und beendeten den Tag. Jetzt gegen 21:00 Uhr hatte es merklich abgekühlt, einem erholsamen Schlaf stand nichts mehr im Weg.

 

Touren – Informationen

Gefahrene Kilometer: 68,7 km

Goggle-Landkarte: Von Bosnien nach Kroatien

Stellplatz – Koordinaten
Breitengrad: 43.476561
Längengrad: 17.326895

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ruth

    Interessant einen Eindruck von Mostar zu bekommen. Das Essen sieht sehr lecker aus, vlt. etwas wenig Salat 😉😂

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