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Durmitor Nationalpark

Vom schwarzen See und den Bergen im Durmitor Nationalpark

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Montenegro- Zweiundfünfzigster Tag, Freitag, 12.06.2026

Schwarzer See und grauer Himmel

Es hatte lange und heftig in der Nacht geregnet, doch am Morgen war es ruhig. Beim Blick nach draußen graute mir, alles grau. Dabei brauchten wir doch schönes Wetter, um die herrliche Landschaft im Durmitor Nationalpark genießen zu können. 

Also erstmal die Wetter App geöffnet, dort verhieß es Wetterbesserung gegen Mittag. So nahmen wir uns zunächst viel Zeit und zogen uns dann warm an, da es merklich abgekühlt hatte.

Wir nahmen den Weg Richtung Crno Jezero, dem schwarzen See. Leider mussten wir wieder Eintritt bezahlen, der Zugang zum Nationalpark ist kostenpflichtig und die Eintrittskarte gilt nur einen Tag. Zudem richtet sich das Eintrittsgeld wohl nach der Schönheit des Parks, hatten wir im Biogradsko Gora Nationalpark noch vier Euro pro Person bezahlen müssen, waren es hier fünf.

Der schwarze See ist ein Gletschersee, an dessen einem Ufer hohe, schroffe Berge aufragen, von denen wir aber erstmal nichts sahen. Die Wolken hingen tief über dem Wald. 

Rund um den See, eigentlich sind es zwei, die auch unterschiedlich mit Wasser gespeist werden, führt ein schöner, zum Teil schwieriger Wanderweg, der heute morgen schon von zahlreichen Besuchern begangen wurde.

Auch wir nahmen uns diesen Weg vor, wollten wir doch die vorhergesagte Wetterbesserung abwarten. Der See machte seinem Namen Ehre, tiefschwarz lag er da unter grauem Himmel, umrahmt von einem dunklen Koniferenwald.

Der Weg drumherum sehr schön, sehr abwechslungsreich und manchmal sogar mit etwas Kletterei verbunden.

Von Zabljak auf die Panoramaroute 2 von Montenegro

Etwa eineinhalb Stunde brauchten wir, um beide Seen zu umrunden. Dann ging es zurück zum Wohnmobil, denn es schien so, als bewahrheitete sich die Wettervorhersage. 

Vom Parkplatz nahmen wir zunächst den Weg ins Zentrum von Zabljak, dem höchstgelegenen Städtchen des Balkans auf 1450 Metern. In einem Supermarkt deckten wir uns noch mit reichlich Lebensmitteln ein und fuhren dann nach dem Auftanken aus der Stadt heraus.

Es war zunächst nicht ganz einfach, den richtigen Weg zu finden, denn genau wie bei uns ist an entscheidenden Stellen kein Hinweisschild mehr angebracht. Doch es gelang uns den Einstieg in die Panoramaroute 2 zu finden, der wir nun folgten.

Herrliche Ausblicke vom Gipfel

Nicht weit außerhalb von Zabljak trafen wir dann auf den Abzweig Richtung Parkplatz unterhalb des Gipfels des Curevac, ein Berg, von dem aus man eine fantastische Aussicht haben sollte. 

Nach einiger Fahrtstrecke parkten wir den Wagen am Straßenrand, da ich mir nicht sicher war, ob wir vielleicht den beschriebenen Parkplatz schon verpasst hatten. Wie immer schaute Beate dann auf Komoot nach, ob es Wanderrouten gibt. 

Und tatsächlich, genau von unserem Parkplatz führte ein Weg über den Gipfel des Curevac zurück zum Fahrzeug. Ein wenig mussten wir noch die Asphaltstraße hochlaufen, dann erst kamen wir zum richtigen Parkplatz und von dort aus zum Aufstieg auf den Gipfel des Aussichtsberges.

Es war ein leichter aber sehr steiniger und oft schmaler Wanderweg, der von zahlreichen Leuten begangen wurde. Schon bald erreichten wir einen Aussichtspunkt hinunter ins Tal der Tara. 

Der bald darauf erreichte Gipfel offenbarte uns wunderbare Rundblicke über den Nationalpark, die schroffen Berggipfel, die uns am Morgen verborgen geblieben waren und die tiefe Tara Schlucht mit dem grün-blau dahinfließenden Fluss. Hier ging keine Straße mehr entlang, zu eng war das Tal geworden.

Wir standen direkt am Abgrund, steil ging es herunter, man stand wie auf einer Kanzel, unter einem die Schönheit der Welt. Das Warten am Morgen hatte sich gelohnt,  jetzt war der Himmel blau mit einigen Wolken und herrlicher Sonne.

Weiterfahrt zum Stellplatz

Wir hatten Glück und konnten einen anderen, ebenfalls wunderschönen Weg zurück zum Auto nehmen. Es ging durch herrlichen Wald und über saftig grüne Wiesen, die an unser oberhalb von Stetten liegendes Naturschutzgebiet „Hardt“ erinnerten.

Da die Zeit schon fortgeschritten war suchte ich auf der App einen guten Stellplatz aus und den fanden wir auch beim noch geschlossenen Berggasthof „Momcilov Grad“ neben einer alten Skiliftstation.

Direkt neben dem Haus konnten wir parken und den Abendsonnenschein genießen. Mit unserem Feierabendbier saßen wir auf einer Bank auf der Terrasse des Gasthofes, die wahrscheinlich im Hochsommer vollbesetzt ist. 

Der Blick schweifte hinüber zu den Berggipfeln und runter ins Tal, wo wir den Ort Zabljak und den heute morgen umrundeten schwarzen See erblickten. Weit waren wir nicht gekommen, dafür hatten wir die Landschaft ausgiebig genießen können.

Hier oben war es zwar wunderschön sonnig, aber auch recht kühl, nur neun Grad zeigte das Thermometer, die bisher tiefste Temperatur auf unserer Reise. Dafür waren wir aber auch 1850 Meter hoch, hier darf es kühl sein.

Im warmen Wohnmobil beendeten wir nach dem Abendessen diesen doch noch herrlichen Tag.

Touren – Informationen

Gefahrene Kilometer: 17,5 km

Google – Landkarte: Durmitor Nationalpark

Gewanderte Kilometer: 8,2 km

Komoot Wanderkarte: Rundwanderung

Stellplatz – Koordinaten
Breitengrad: 43.171 938
Längengrad: 19.079 775

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