Du betrachtest gerade Zurück in die Bergwelt Albaniens
Unser Stellplatz

Zurück in die Bergwelt Albaniens

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare
Albanien -Neunundzwanzigster Tag, Mittwoch, 20.05.2026

Am südlichsten Umkehrpunkt

Unsere Nacht wurde begleitet durch unablässiges Quaken der Frösche im See, ein lautes, gleichförmiges Konzert, immer mal wieder von einem tiefen, einfachen „Quaak“ unterbrochen.

Am strahlend sonnigen Morgen zog dann eine Herde Kühe an unserem Wohnmobil vorbei, ein Hirte sah Beate am Fenster und grüßte freundlich. Das Froschkonzert war verstummt. Sicherlich schlafen die jetzt.

Viertel vor zehn waren wir mit unserer Morgenroutine fertig und konnten los, fünf Minuten später bogen wir in die Straße nach Norden ein. Wir hatten das südlichste Ende Albaniens erreicht, von hier ging es nur noch ein kurzes Stück bis zum Grenzübergang nach Griechenland.

Nun lagen wieder herrliche Berge vor uns und wunderschöne Täler, die wir durchfuhren.

Zweites blaues Auge Quelle Syri i Kalter

Nachdem wir auf der Wanderung von Theth aus schon einmal im Norden Albaniens zu einem blauen Auge gewandert sind, gelangten wir heute Vormittag zum zweiten blauen Auge, diesmal allerdings eine Quelle und relativ leicht erreichbar. 

Auf einem großen, recht neuen Parkplatz konnten wir den Wagen abstellen, zahlten hierfür drei Euro Parkgebühr und liefen dann einen gut gepflasterten Weg in Begleitung vieler anderer Besucher ca. 25 Minuten zur Quelle. Da wir wieder in einem Naturpark waren, musste an dessen Eingang nochmal ein Euro abgedrückt werden.

Lauffaule Leute konnten auch mit diesen von Stadtrundfahrten bekannten Bähnchen zum Ziel und wieder zurück gebracht werden.

Die Sonne brannte recht heftig vom Himmel, der helle Straßenbelag verstärkte die Hitze noch ein wenig. Unterwegs die Möglichkeit, auf dem See mit einem Paddelboot zu fahren, wir verzichteten darauf.

An der Quelle angekommen viele Souvenir- und Essenstände, damit der Wanderer auch hier sein Geld lassen kann.

Die Quelle Syri i Kalter ähnelt dem Blautopf in Blaubeuren, unablässig sprudelt das Wasser an die Oberfläche. Durch die Tiefe des Lochs, aus dem das Wasser kommt, erscheint es tiefblau, an der Oberfläche aber glasklar.

Von einer Plattform direkt über der Quelle konnte man gute Aufnahmen machen, entsprechend viele Menschen tummelten sich hier.

Durch schattigen Wald zurück

Nachdem auch wir unsere Fotos gemacht hatten schlugen wir den Rückweg über einen schmalen Bergpfad durch schattigen Wald ein. Zunächst liefen auch hier noch einige Leute, zum Teil mit dünnen Schühchen, doch ab einem kleineren Aussichtspunkt auf den See waren sie verschwunden.

Wir konnten nun ganz allein den auf- und absteigenden Weg durch den Schatten spendenden Wald abseits der Touristenmenge zurück zum Parkplatz nehmen.

Wasserfrosch
Wasserfrosch

Nun ging es wieder über eine weniger kurvenreiche Passstraße hinunter in ein breites Tal. Rechts und links hohe Berge mit glatten Hängen bis hinunter, ein wunderschöner Anblick. 

Ein solches langes und breites Tal hatten wir bisher in Albanien noch nicht erlebt. Die sehr gut ausgebaute Straße führte fast schnurgerade bis zur Stadt Gjirokaster, eine der ältesten Städte in Albanien.

Wegen der vielen mit Steinplatten gedeckten Häuser wird sie auch „Stadt der Steine“ genannt. Sie zieht sich einen Berghang hinauf, gekrönt von einer stolzen Burg. Bis hinauffahren konnten wir nicht, es hieß zu Fuß ins Zentrum zu gelangen.

An diesem sonnigen Tag waren in der Altstadt viele Menschen unterwegs, die zum Teil engen Straßen waren gesäumt von Geschäften, Cafés und Restaurants und überall saßen Leute. Ein bisschen wie in der Drosselgasse in Rüdesheim am Rhein kamen wir uns vor.

So bummelten wir ein wenig durch diese Gasse und jene, genossen die Sonne und etwas später auch einen Cappuccino, hier mit zwei Euro fünfzig pro Tasse relativ teuer.

Dann ging es die schön mit großen, rechteckigen Steinen abwechselnd weiß, rötlich und grau gepflasterten engen Straßen zunächst runter und dann wieder hinauf zum Auto.

Wir planten nach jedem Besuchspunkt unsere weitere Strecke anhand der daheim auf google maps gesetzten Punkte und der Landkarte neu. 

Nun also sollte es zunächst weiter etwas nördlich gehen und dann südlich ins Tal der Vjosa. Dieser Fluss wurde vor einige Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt, das einzige Flussnaturschutzgebiet Europas. 

Daher kann er ohne große Eingriffe des Menschen so weiter fließen, wie er es will, keine Begradigung oder Kanalisierung und keine Uferbebauung.

Im kleinen Ort Petran am Zusammenfluss der Vjosa mit dem Lengarica – Fluss suchten wir oberhalb der Vjosa einen guten Stellplatz, an dem nur das gleichmäßige Rauschen des Wassers zu vernehmen war.

Ein kleiner Abendspaziergang noch, dann beendeten wir nach dem Essen unseren heutigen, wieder wundervollen Tag.

Touren – Informationen

Gefahrene Kilometer: 140,6 km

Google – Landkarte: Vom Süden in die Berge

Stellplatz – Koordinaten
Breitengrad: 40.206 260
Längengrad: 20.414 270

Schreibe einen Kommentar