Die Felsnadeln des Old Man of Storr

  • Beitrags-Autor:

Zwanzigster Tag, Dienstag, 31.05.2022

Der so schöne sonnige Tag gestern, der ja schon am Abend sein anderes Gesicht mit Regenschauern zeigte, änderte dies auch am Morgen nicht. Alles grau, Regen prasselte aufs Dach. Na, vielleicht dann heute Wohnmobiltag. Aber nein, die Wolken wurden dünner, die Sonne kam heraus und wir beeilten uns mit dem Frühstück, um los zu kommen zum Parkplatz unterhalb des Old Man of Storr.

Hier waren dann drei Pfund für drei Stunden parken zu berappen, was aber die Leute nicht davon abhielt, hier in Massen ihre Autos abzustellen. Am Straßenrand Wohnmobil um Wohnmobil. Den Hang hinauf sah man schon die Prozession, Massen von Menschen jeden Alters und jeden Geschlechts sowie Nationalität waren auf dem Weg nach oben, um diese seltsamen Felsnadeln aus der Nähe zu betrachten. Dabei war der Weg nur im unteren Teil bequem ausgebaut, weiter oben wurde er steil und glich einem Gebirgswanderweg. Um ganz an die Felsnadeln zu kommen, mussten sehr kleine Pfade über Steine und matschige Stellen genommen werden.

 

Old Man of Storr
Old Man of Storr

Wir erklommen den Fuß dieses einsam stehenden Felsens, ich nahm den Weg durch eine Scharte, Beate ging außen herum. Oben umrundete ich dann noch den Felsen, riet es Beate aber nicht, da doch einige schwierige Stellen zu bewältigen waren.

Old Man of Storr
Old Man of Storr
Old Man of Storr
Old Man of Storr

Nach etlichen Fotos und Wegen hier hin und da hin begannen wir den Rückweg. Immer noch strömten Unmengen von Leuten der Berg hoch. Nach knapp drei Stunden waren wir wieder an unserem Wohnmobil, ich entsorgte noch die Toilettenkassette und schon ging es weiter.

Old Man of Storr
Old Man of Storr
Old Man of Storr
Old Man of Storr

Auf der Straße nach Norden wurden mehrere Aussichtspunkt angesteuert, u.a. der Kilt Rock, eine Steilküste, bestehend aus vulkanischen Basaltsäulen stehend auf weicherem Sandstein. Kurz neben der abgesperrten Aussichtszone schoss ein Wasserfall in die Tiefe. Zwei Busse entluden ihre Fracht, schnell machten die Passagiere ihre Fotos, ehe es weiter ging zur nächsten Sehenswürdigkeit. Auch wir setzten unsere Fahrt fort, irgendwann wurde die zweispurige Straße dann zu einer einspurigen. Beate hatte inzwischen einen schönen Stellplatz ganz im Norden der Insel an einer Bucht ausgemacht, den wir ansteuerten. Das Wetter inzwischen herrlich, die steil aufragenden Berge absolut beeindruckend.

Steilküste
Steilküste
Steilküste

Wir bogen irgendwann ab, die Straße wurde noch enger, immer wieder mussten wir halten, weil vor uns der Briefträger mit seinem Auto unterwegs war und immer wieder Post in die Häuser zustellen musste.

Irgendwann dann der ersehnte Stellplatz, natürlich schon mit einigen Fahrzeugen belegt, aber ein Plätzchen für unseren Wagen fand sich noch.

So beendeten wir bereits kurz vor 16:00 Uhr unsere heutige Tour, machten Tee und saßen draußen in der Sonne. Allerdings ging hier am Meer doch ein Lüftchen, sodass eine Jacke angebracht war.

Neben uns parkte ein Neuseeländer, mit dem wir etwas ins Gespräch kamen. Wie andere Leute Hunde dabei haben, hatte er ein kleines Kätzchen mit, allerdings an langer Leine, denn sonst wäre sie schnell weg.

Ich genehmigte mir ein Feierabendbierchen, dann gab es Abendessen, diesmal keine Spaghetti, und später beschlossen wir diesen wunderschönen und interessanten Tag.

Gefahrene Kilometer: 31 km

Landkarte

Abendstimmung
Abendstimmung in Kilmaluag