Die Feen Seen und Fish and Chips in Portree

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Neunzehnter Tag, Montag, 30.05.2022

In der Nacht wachte ich auf und hörte nichts, kein Regen. Schön, dachte ich, wird es vielleicht doch gut. Aber später dann doch prasselt Regen aufs Autodach. Somit ist ein Tag im Wohnmobil wohl vorprogrammiert. Wir blieben lange im Bett, dann irgendwann Frühstück und beim Abspülen dann wieder Regen. Doch wir machten uns dennoch fertig, um mit Regenjacke und Regenhose Richtung Fairy Pools, den Feen Seen, zu gehen. Auf dem Weg dorthin dann plötzlich Sonnenstrahlen vom Himmel, die Wolken rissen immer mehr auf und es wurde tatsächlich schön.

Wir liefen die Fahrstraße ein Stück herunter, dann schwenkten wir auf den Weg zu den Fairy Pools ein. Hierbei handelt es sich eigentlich nur um einen Gebirgsbach, der unterhalb der zahlreichen Wasserfälle kleinere Seen bildet, in denen sogar einige Leute badeten. Allerdings sicher nur kurz, denn es ist das Wasser eines Gebirgsbaches und dementsprechend kalt.

Fairy Pools
Fairy Pools
Fairy Pools
Fairy Pools
Fairy Pools

Auf dem Weg entlang des Baches sah es aus wie auf einer Völkerwanderung. Unzählige Leute waren unterwegs, der etwas entfernte Besucherparkplatz, auf dem sechs Pfund Parkgebühr fällig werden, war voll mit Wohnmobilen und Autos. Ein unglaublicher Besucherstrom, der sich hier auch am Wochentag vom Parkplatz zum Bergbach hinzieht. Der Weg war in Teilen furchtbar matschig geworden durch die vielen Menschen, die hier tagtäglich entlang herauf und wieder herunter gehen. Je weiter wir nach oben kamen und je mehr der Bach zu einem normalen Gebirgsbach wurde, umso weniger Leute waren unterwegs. Die umgebenden Berge waren grandios, kein Wölkchen verdeckte ihre Gipfel. Immer wieder blieb ich stehen, um diese herrliche Gegend in mir aufzusaugen.

Schottland

Wir bogen sehr weit am Oberlauf des Baches nach links ab und gingen unterhalb einer Bergflanke entlang. Leider war das Fortkommen sehr schwierig, da der gesamte Weg ziemlich matschig war und diese sumpfigen Stellen oftmals weit oberhalb umgangen werden mussten. Irgendwann dann ging es wieder Richtung Parkplatz, allerdings oft auch durch matschige Stellen. Doch wir erreichten die Straße zurück zu unserem Parkplatz und Wohnmobil. Dort war der Platz, der bei unserem Abmarsch ziemlich leer war, wieder gut gefüllt mit PKWs und Wohnmobilen.

Schottland

Nach der Ankunft tranken wir erst mal einen Tee, dann ging es weiter nach Portree, dem Hauptort auf der Insel Skye, nicht ohne vorher noch einmal in der kleinen Cuillin – Brauerei fünf Flaschen des guten Bieres zu kaufen. In Portree suchten wir einen kostenfreien Parkplatz und gingen dann ins Zentrum. Portree ist nicht sehr groß, hat aber einen Coop – Markt, in dem wir einkaufen wollten. Erstaunlich, dass hier in vielen Regalbereichen ziemliche Leere herrscht. Vorher schauten wir allerdings noch in einem kleinen Süßwarenladen ein, der von einer Deutschen betrieben wird, die schon seit 25 Jahren in Schottland lebt. Wir kamen mit ihr ins Gespräch, jedoch merkten wir sehr bald, dass sie etwas merkwürdig angehaucht war, denn sie führte das in der Vergangenheit hier herrschende schlechte Wetter auf absichtlich am Himmel versprühte Chemikalien zurück. So kauften wir zwei Riegel Fudge und verabschiedeten uns dann schnell.

Es ging es hinunter zum Hafen und dort sahen wir vor einem kleinen Fish and Chips – Laden viele Menschen stehen. Und wo viele Menschen stehen, muss es gut sein. Kurz entschlossen änderten wir unsere Abendessenspläne, stellten uns an und bestellten dann einmal Fish und einmal Shrimps and Chips.

Portree

Mit unseren Einkäufen begaben wir uns dann schnell zum Wohnmobil, um noch warm zu essen. Danach dann Weiterfahrt Richtung Old Man of Storr. Das Wetter hatte sich leider wieder etwas verschlechtert, die schon von weitem zu sehenden Felsnadeln des Old Man of Storr verschwanden in den Wolken. Entlang des kleinen Sträßchens suchten wir den in Park4Night angegebenen Parkplatz, fanden dort schon ein weiteres Wohnmobil vor, parkten und beschlossen den Tag.

Später am Abend dann leider wieder einsetzender heftiger Regen, aber solange es nachts regnet, soll es regnen. Immerhin war das Wetter heute viel, viel besser, als vorhergesagt und wir konnten eine wunderschöne Wandertour in herrlicher Landschaft machen.

Gefahrene Kilometer: 45 km

Landkarte mit Wanderung

Denkmal von Menschen für Menschen
Denkmal von Menschen für Menschen

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ruth

    Fairy Pools kommt mir bekannt vor. Ich glaube da waren wir vor 33 Jahren in unserem 1. und bis jetzt einzigen Schottland 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 Urlaub auch.

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