Der höchste Wasserfall und noch ein Felsenkloster

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Fünfundvierzigster Tag - Freitag, 17.09.2021

Zum Wasserfall und Felsenkloster

Egal wann wir morgens wach sind, vor halb elf weg zu kommen schaffen wir selten. So auch heute, Punkt halb elf ging es los, zunächst in die doch etwas größere Stadt Orhei, um erst mal Geld aus einem Automaten zu ziehen und dann noch den wichtigen Milchvorrat aufzufüllen. Milch muss neben Wein und Bier immer reichlich an Bord sein, alle drei Getränke sind für mich überlebenswichtig. Ein wenig schauten wir uns noch auf dem Markt um, Beate wollte noch drei Äpfel kaufen, doch für diese geringe Menge wollte der Verkäufer nicht einen Leu, es gab sie umsonst und sogar noch zwei dazu.

Irgendwo
Marktgeschehen
Irgendwo
Irgendwo

Tipova Wasserfall

Dann ging es nach Tipova, dort erwartete uns ein schönes Tal und ein mittelalterliches Felsenkloster. Über die Beschaffenheit der Straßen ist bereits alles gesagt, wir müssen damit klar kommen, es hilft ja nichts.
In Tipova angekommen parkten wir das Wohnmobil an der Kirche und machten uns dann auf den Weg. Im Reiseführer war eine kleine Wanderung durch ein spöttisch „Grand Canyon“ genanntes Tal zum höchsten Wasserfall Moldaus beschrieben. Der Einstieg war gut markiert oberhalb des träge dahin fließenden Flusses Dinister, Grenzfluss zu Pridnestrowje. Zunächst ging es hinunter zur Talsohle eines Baches, an dem wir dann entlang bis zum Wasserfall wanderten. Nach einer Stunde durch einen schönen Urwald und immer entlang des plätschernden Bächleins erreichten wir den Wasserfall, für uns, die Größeres gewohnt sind, eher bescheiden. Gerade mal 16 Meter war die Fallhöhe des Wassers, hinein in einen kleinen See. Recht beschaulich der Ort, wir machten einige Fotos und dann ging es den gleichen Weg zurück, wieder gerade mal eine Stunde, obwohl wir nun zum Schluss ca. 100 Höhenmeter zu bezwingen hatten.

Die Temperatur ließ mich unwahrscheinlich schwitzen, das Wasser lief nur so herunter, bei nur ca. 26° war es doch sehr schwül. Der Himmel bezog sich, in der Ferne sah es recht düster aus.

Irgendwo
Grenzfluß zur Ukraine
Irgendwo
Dinister

Tipova Felsenkloster

Gleich weiter ging es wieder hinunter zum Felsenkloster aus dem 14. – 16. Jahrhundert. In die Felswand oberhalb des Flusses sind etliche Kammern, vermutlich Wohn- und Schlafräume der Mönche und Kirchenräume eingemeißelt worden. Sehr interessant anzuschauen und respekteinflößend für die Leistungen der Menschen damals.
Auch die noch existierende Felsenkirche konnte besichtigt werden, recht nett, aber nicht so beeindruckend wie das gestern angeschaute Felsenkloster.

Im Anschluss wollten wir in ein Restaurant in Tipova, wir hatten einen Hinweis darauf gelesen. Doch beim entsprechenden Gebäude angekommen, gab es da kein Restaurant mehr.
So berieten wir im Wohnmobil, welches Ziel nun angefahren werden soll. Ich habe für Moldau noch einige Besichtigungspunkte auf meiner Liste, einer davon ist die Stadt Soroca.

Tipova Felsenkloster
Tipova Felsenkloster
Irgendwo
Irgendwo
Irgendwo
Irgendwo
Irgendwo

Die manchmal nicht einfache Suche nach dem Nachtquartier

Weiter ging es Richtung Norden. Ich hatte zunächst eine Strecke gewählt, die zum Teil etwas abseits der Hauptstraße durch kleinere Dörfer führt, doch als wir dem Navi folgend einbiegen sollten sahen wir wieder eine unasphaltierte Straßendecke. Nein danke, davon hatten wir genug, wenn es nicht unbedingt sein muss, vermeiden wir ab jetzt solche Straßen. Der graue Himmel ließ es später erscheinen als es war, so suchte ich einen möglichen Übernachtungsplatz im Ort Floresti aus, eine etwas größere Stadt. Kurz nach 18:00 Uhr waren wir am angegebenen Ort, doch der war total ungeeignet, der Eintrag in der Übernachtungs-App von 2017. Also wo nun hin, vor allem in einer Stadt? Es gab einige Diskussionen, da Beate einen von mir gewählten Platz nicht akzeptierte und weitersuchen wollte. Dann sahen wir eine Kirche, möglich dass es dort einen Platz zum Übernachten gibt. Und tatsächlich, vor dem Zaun, direkt neben einem kleinen Lebensmittelgeschäft war ein ebener Parkplatz, der sich für unsere Zwecke eignete. Es führte zwar eine Straße vorbei, die schien aber nicht stark befahren zu sein, sodass wir auf eine ruhige Nacht hoffen konnten. Zudem war in der Nachbarschaft ein Brunnen, der morgen gleich für die Wasserversorgung herangezogen werden kann.

Später am Abend dann plötzlich starker Regen, der aufs Autodach prasselte, allerdings nur kurz, dann war wieder Ruhe und der Mond zeigte sich.

Gefahrene Kilometer: 146 km

Landkarte: Zum Felsenkloster

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