Fahrradtour nach Concarneau

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kommentare:Ein Kommentar

27. Tag, Samstag, 24.06.2023

Die Sonne leuchtete schon früh in unser Wohnmobil hinein, es schien wieder ein großartiger Tag zu werden. Geplant war die Weiterfahrt mit dem Wohnmobil, zunächst bis nach Concarneau, eine größere Hafenstadt, nur 17 Kilometer von unserem Stellplatz entfernt.

„Wir könnten doch mit dem Fahrrad fahren“, kam als Idee von Beate. Eine sehr gute Idee fand ich, die sofort umgesetzt wurde. Eine Route war schnell gefunden, ein wenig über Landstraßen, ansonsten meistens Radwege. Wir kamenn durch recht viele kleine Ansiedlingen, oft nur ein paar Häuschen und hier war auffallend, das sie nur noch die bretonischen Namen trugen, nicht mehr auch französische. Sonst sind hier in der Bretagne die Ortsnamen und Hinweise z.B. zur Stadtzentrum zweisprachig,


Nach etwas mehr als einer Stunde waren wir in Concarneau, einer lebhaften Hafenstadt mit südländischem Flair. Wer die Krimiserie „Kommissar Dupin“ in der ARD kennt weiß, das sich in einige Folgen das Polizeirevier mit seinem Büro in Concarneau befindet.

Der Innenstadtbereich mit Hafen und die vielen Segelboote erinnerten an Bilder einer Stadt an der Cote d’Azur, dass Wetter tat das Übrige. Wir fuhren zunächst die Straße am Hafen entlang, umrundeten eine Landspitze und stellten dann die Räder auf dem Platz vor der Markthalle ab. Ich dachte bei dieser Halle an eine Markthalle wie in Frankfurt, wo es neben vielen Verkaufsständen auch die Möglichkeit gibt, etwas zu essen und zu trinken, doch hier war sie nur sehr klein, es gab nur Stände für Wurst, Käse, Fisch und Austern.

Festung in Concarneau
Festung in Concarneau
Festung in Concarneau
Austern
Austern
gebratene Sardinen
gebratene Sardinen

Austern und gebratene Sardinen

Inmitten des Hafens befindet sich eine große Festung, die die Altstadt von Concarneau umschließt und die über einen kleinen Damm zugänglich ist. Wir lenkten unseren Weg dorthin und voller Überraschung kamen wir in diesen wunderschönen Altstadtbereich, der mit seiner Betriebsamkeit und den vielen Menschen an den Mont St. Michel erinnerte.

Geschäft reihte sich an Geschäft, Bars, Creperien und Restaurants ebenso. Hier ergab sich dann die Möglichkeit einer schönen Einkehr. Anders als sonst üblich haben die Gastronomiebetriebe hier bis spät am Abend durchgehend geöffnet.

Da ich langsam Gefallen an Austern bekomme, beschloss ich, hier als Vorspeise sechs Austern zu bestellen, Beate wählte gebratene Jakobsmuscheln mit Champignons und Zwiebeln. Die Austern mundeten sehr gut, so frisch aus dem Meer ohne lange Transportwege. Hier kann man auf den Geschmack kommen.

Hauptgang dann waren für Beate gegrillte Sardinen, eine ziemliche Fummelei, die kleinen Gräten aus den Fischen zu bekommen, für mich Galettes traditionell, wie wir sie schon in St. Malo gegessen hatten. Alles sehr lecker.

Im Anschluss folgte noch ein kurzer Rundgang durch die Festung, dann ging es zurück zu den Rädern und auf den Heimweg. Wir mussten uns langärmelige Hemden überziehen, sonst hätte es heftige Sonnenbrände gegeben, wobei unsere Haut schon recht gerötet war. Die Sonne brannte heute unbarmherzig vom wolkenlosen Himmel. Der bisher schönste Tag.

Altstadt
Altstadt

Cidre am Strand

Kreuz und quer ging es über große Straßen, kleine Straßen und Radwege, ich wusste nicht, wo wir genau waren, Beate hatte die Strecke auf ihrem Smartphone und führte uns zielsicher zurück zum Wohnmobilplatz.

49 Kilometer Fahrradtour lagen wieder hinter uns. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir im Schatten am Wohnmobil und gingen dann später bewaffnet mit Camembert, Salami und Cidre zum Strand, um den Abend dort gemütlich ausklingen zu lassen. Es war herrlich, so am Strand mit Blick auf den rauschenden Atlantik zu sitzen, guten Cidre und wohlschmeckenden Camembert aus der Normandie zu verkosten. Lange saßen wir dort bis die Sonne glutrot hinter dem Horizont versunken war. Sogleich wurde es merklich kühler, sodass wir unser nahegelegenes Nachtlager ansteuerten und mit dem üblichen Ritual den Tag beendeten.

Gefahrene Kilometer Wohnmobil: 0 km

Gefahrene Kilometer Fahrrad: 49 km

Sonnenuntergang
Abendstimmung

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ruth Sieker-Hoppmann

    Kommissar Dupin 👍 immer gerne geschaut 🥳
    Na ja, Sardinen, Augen zu und Gräten mitessen 🐟

Schreibe einen Kommentar