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Blue Eye

Wanderung zum blauen Auge bei Theth

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Albanien - Vierzehnter Tag, Dienstag, 05.05.2026

Vorbei am Grunas Wasserfall

Das wunderschöne Wetter wollten wir heute nutzen, um in dieser herrlichen Landschaft eine der als schönste Wanderung beschriebene Tour zu unternehmen. 

Kurz vor zehn Uhr brachen wir auf, vorbei am sog. Blutracheturm hinunter zum Fluss Lumi i Thethit. Dann folgten wir dem Wegweiser Richtung Grunas Wasserfall. Die Sonne beleuchtete die schneebedeckten Berge, ein herrlicher Anblick.

Den hoch von einer Steilwand hinabstürzenden Wasserfall sahen wir nur von der Ferne, den Umweg dahin sparten wir uns für den Rückweg auf. 

Dann ging es bergab hinunter zum Fluss und über eine tiefe Schlucht, in der das Wasser rauschte. Auf der anderen Seite ging es wieder hoch und nun standen wir plötzlich auf der Straße von Theth nach Nderlysaj, wo diese dann endet. 

Die Karte mit dem Wanderweg zeigte uns, dass wir tatsächlich nun der Straße weiter folgen müssten. Nicht so toll aber auch nicht so schlimm, da kaum Verkehr war.

Aufstieg zum Blue Eye

Ohne große Anstrengungen ging es stetig abwärts, hin und wieder kamen uns ein par Motorradfahrer entgegen oder fuhren in gleicher Richtung an uns vorbei. Dann erreichten wir die paar Häuser der Siedlung Nderlysaj, von hier ab ging es nun wieder unbefestigte Wege weiter.

Nach Süden öffnete sich der Talkessel etwas, wir bogen Richtung Westen ein hinein in ein enges Tal mit senkrechter Steilwand. Zunächst ging es noch entlang eines breiteren Fahrwegs, dann aber zweigte der Weg ab den Hang hinauf. 

Hier waren schon viele Leute unterwegs, sehr viele schon wieder auf dem Rückweg. Nun ging es über einen steilen und steinigen Weg recht steil hinauf. Oftmals musste sogar etwas geklettert werden, immer aber hieß es aufpassen, wo man hintritt. Dazu brannte die Sonne vom Himmel. 

Der Weg zog sich lang hin, immer wieder schaute ich ins Smartphone auf die Karte, um zu schauen, wie weit es noch ist.

An einer Wegbiegung in Sichtweite von Häusern nahe des Blue Eye war ein Stand mit kalten Getränken aufgebaut, von denen die Wanderer reichlich gebrauch machten. Auch wir rasteten hier erstmal und tranken eine Cola und einen Eistee, dann ging es weiter. 

Immer noch nicht waren wir am Ziel, zunächst ging es jetzt wieder den Berg hinunter, dann über eine Brücke. Beate vermutete schon, dass die Wasserbecken, die der Gebirgsbach hier bildete, das Ziel seien, doch noch mussten wir weiter.

Dann waren wir angekommen, ein kleiner Wasserfall ergoss sich rauschend in ein tiefblaues, rundes Wasserbecken, das Blue Eye.

Recht viele junge Leute waren hier, fast alle in Badekleidung und wagten sich ins sehr kühle Nass, die Mutigsten mit Kopfsprung vom Felsen herunter.

Langer Rückweg nach Theth

Wir blieben ca. 30 Minuten, stärkten uns etwas und traten dann den Rückweg an. Bald schon hatten wir die Häuser von Nderlysaj erreicht, dann wechselten wir auf die andere Seite des Flusses, um nun einen anderen Wanderweg nach Theth zurück zu gehen und nicht wieder auf der Straße.

Die Sonne brannte jetzt unerbittlich vom Himmel, sodass ich mir den Kragen hochstellen und etwas auf den Kopf legen musste, um nicht Sonnenbrand im Nacken oder einen Sonnenstich zu bekommen.

Der Weg zog sich hin, über zehn Kilometer waren zu bewältigen, doch er war abwechslungsreich.

Den Abzweig zum Grunas Wasserfall, den wir uns für den Rückweg vorgenommen hatten, verpassten wir erneut und wollten dann auch gar nicht mehr dorthin. Wasserfälle hatten wir schon genug gesehen, ein Foto aus der Ferne musste reichen.

Kurz nach 18 Uhr waren wir nach etwas mehr als acht Stunden Wanderung mit kleinen Pausen zurück am Wohnmobil.

Jetzt hieß es sich umziehen, frisch machen und dann ein Restaurant für ein gutes Bier und Abendessen ansteuern.

Das Bier war sehr gut, gleich zwei große Krüge rauschten durch meine Kehle, das so hervorragend in google Bewertungen angepriesene Essen allerdings war den Preis nicht wert. Dennoch wurden wir satt und zogen uns zufrieden über diesen herrlichen Wandertag ins Wohnmobil zurück. Der Himmel hatte sich zwischenzeitlich mit Wolken bezogen und es war recht kühl geworden.

Ein Schnäpschen vor dem Schlafengehen rundete diesen Tag ab.

Touren – Informationen

Gefahrene Kilometer: 0 km

Gewanderte Kilometer: 20 km

Google – Landkarte: Wanderung – Theth zum Blue Eye Wasserfall

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ruth

    Was soll ich sagen, 30.000 Schritte halt 🤷🏻‍♀️ Soviele hab‘ ich glaub‘ noch nicht gemacht 🧐
    Aber die Gegend ist wirklich sehr schön, war mir nie so bewusst.
    Der Wanderweg nach Theth sieht fast ein bisschen aus wie am Säntis, aber noch mit Vegetation 😊🙋🏻‍♀️

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